„Die Erprobungsstufe dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über deren Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen.“ (BASS 13-21 Nr.1/Nr.1.2 §111,1)

„In der Erprobungsstufe werden viermal im Schuljahr Erprobungsstufenkonferenzen durchgeführt, in denen über die individuelle Entwicklung der Schülerin oder des Schülers, über etwaige Schwierigkeiten, deren Ursachen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung und über besondere Fördermöglichkeiten beraten wird.“ (BASS 13-21 Nr.1/Nr.1.2 §11,4)

Gemäß dieser Vorgaben sind wir darum bemüht, den Schüler/innen den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schüle möglichst „fließend“ zu gestalten. Die Klassenlehrer/innen der 5. Klassen werden schon möglichst früh bestimmt, um so die Möglichkeit einer Teambildung zur Vorbereitung der ersten Schulwochen zu gewährleisten.

Diese Teams hospitieren in der Zeit von April bis Juni in den umliegenden Grundschulen in den dortigen vierten Schuljahren. Dies dient zum einen einer Intensivierung des Kontaktes zwischen den Grundschulen und unserer Realschule (Methoden, Stand in Mathematik und Deutsch bzw. seit neuestem in Englisch). Zum anderen sind hier erste Lehrer-Schüler-Kontakte möglich, da zu diesem Zeitpunkt in den vierten Schuljahren feststeht, wer unsere Realschule im kommenden Schuljahr besuchen wird.

Gegen Ende des Schuljahres werden die zukünftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler zu wechselnden Veranstaltungen eingeladen z.B. Besuch des Sommerfestes, Kennen lernen der AG-Angebote, Schnuppernachmittag mit verschiedenen Darbietungen über Chor und Theaterveranstaltungen, etc..
Die zukünftigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer stellen sich in den Sommerferien in Briefform ihren künftigen Schülerinnen und Schülern vor.

Der Begrüßungstag (Einschulung) wird von den 6. Klassen vorbereitet und gestaltet.
In dem Schuljahr 2002/03 gehörte hierzu ein Einschulungsgottesdienst, der bisher rege besucht wurde. Dieser Gottesdienst wird von einer sechsten Klasse mit den Religionslehrerinnen gestaltet. Die bisherigen Themen „Wurzeln schlagen in der neuen Schule“ und „Alle unter einem Schirm“ dienten dazu, den Schülerinnen und Schülern mögliche erste Ängste und Unsicherheiten zu nehmen und ein erstes „Wir-Gefühl“ herzustellen. Musikalisch wird dieser Gottesdienst von der Schulband gestaltet und von Pastor Struckmeyer aus der St. Andreaskirche in Lübbecke begleitet.
Dazu gehören an diesem Tag neben einem üppigen Kuchenbuffet auch verschiedene Darbietungen der sechsten Klassen wie z.B. Trampolinvorführungen, Sketche, Lieder und natürlich das Kennen lernen der neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer.

Die erste Unterrichtswoche hat Projekt-Charakter, wobei in erster Linie die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer diese Zeit mit ihren/seinen Schüler/innen gestaltet. Hierbei steht das Kennen lernen der neuen Mitschüler/innen und der Schule im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Einübung grundlegender Lern- und Arbeitstechniken, die für alle Fächer vereinheitlicht sind.
Der erste Schwerpunkttag zum Thema Lernkompetenz liegt in dieser Woche. Zentral sind hier die Bereiche Hausaufgaben, Mappen- und Heftführung, sowie das Anfertigen einer Checkliste für den jeweiligen nächsten Unterrichtstag, z.B. Packen der Schultasche, Vorbereitung der Hefte, Sportzeug etc..

Für die oben erwähnten Erprobungsstufenkonferenzen wurde ein neues Konzept entwickelt. Diese Konferenzen, zu denen auch die ehemaligen Grundschullehrer/innen eingeladen werden, sind von ihrem Zeitumfang so angelegt, dass die erste Konferenz in Klasse 5 einen erheblich größeren Zeitraum einnimmt, damit die Entwicklung jeder einzelnen Schülerin bzw. jedes einzelnen Schülers entsprechender Raum gegeben werden kann.
Im Rahmen dieser Konferenzen wird zudem der Förderbedarf einzelner Schülerinnen und Schüler besprochen, um sie in Absprache mit den Eltern einer der Fördergruppen im Ganztag zuzuweisen.

   
zum Seitenanfang